Die Inschriften der Stadt Braunschweig bis 1528

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1. Vorworte, Vorbemerkungen und Hinweise zur Benutzung

1.1 Vorwort Dietrich Mack

Bereits nach dem Ersten Weltkrieg hatten die vereinigten Akademien der Wissenschaften im Deutschen Reich damit begonnen, unter dem Titel ‚Die Deutschen Inschriften‘ auf landschaftlicher Grundlage alles vor 1650 auffindbare Material zu sammeln, aufnehmen zu lassen und zu edieren. Die Kriegszerstörungen ließen diese Aufgabe, deren Lösung noch in den Anfängen steckte, doppelt dringlich erscheinen. Am 15. 10. 1944 war Braunschweigs Altstadt in Trümmer gesunken. Als nach Kriegsende an Wiederaufbau zu denken war, ging es nicht nur darum, die materiellen Bedürfnisse der Bewohner zu befriedigen. Auch das kulturelle Erbe, das unter den Ruinen zu vergehen drohte, galt es zu erhalten. Im Einvernehmen mit der Akademie der Wissenschaften in Göttingen nahm sich die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft dieser Verpflichtung an.

Am 1. 9. 1946 erhielt ich seitens der Kulturwissenschaftlichen Abteilung dieser Institution durch deren Mitglied, Herrn Professor Dr. Wilhelm Jesse, den Auftrag, für die Stadt Braunschweig in Anlehnung an den ersten Band der Heidelberger Reihe die Inschriften zur Edition zu sammeln und kritisch zu prüfen. Da die Stadt noch in Schutt und Asche lag, war diese Aufgabe nur unter Aufarbeitung historisch gewonnenen Materials zu lösen. Als Sohn des langjährigen Archiv- und Bibliotheksdirektors (1904–1934) Professor Dr. Heinrich Mack war mir von Jugend an dessen Arbeitsstätte vertraut. Auch zu seinen Mitarbeitern hatte ich persönlichen Kontakt behalten. Glücklicherweise waren die Verluste des Archivs nur geringfügig. Ich hatte auch bei Fritz Rörig in Kiel eine hervorragende Ausbildung in mittelalterlicher Geschichte erhalten. In der Festlegung der Zeitgrenze kam man mir großzügig entgegen. Meiner Anregung, die Inschriftensammlung bis auf das Jahr 1671 auszudehnen, wurde entsprochen. In diesem Jahr endete die Selbständigkeit und Selbstverwaltung der Stadt mit der Eroberung durch Herzog Rudolf August.

Man könnte meinen, es sei angesichts des Verlustes der meisten originären Texte sehr schwer gewesen, das gesteckte Ziel zu erreichen. Daß dem nicht so war, ja, daß durch den historischen Rückgriff sogar erhebliche Vorteile gewonnen werden konnten, danken wir den Quellen. Zwei Kupferstecher, Maler und Zeichner, Johann Georg Beck (1676–1722) und sein Sohn Anton August Beck (1713–1787), hatten zu ihren Lebzeiten bereits aus Sorge um den baulichen Verfall und Verluste an beweglichen kirchlichen und weltlichen Gegenständen in Bild und originärer Schrift aufgenommen, was sie vorfanden. Ebenso hatte Philipp Julius Rehtmeyer in ‚Der berühmten Stadt Braunschweig Kirchenhistorie‘ (1707), die fünf Bände umfaßte, ein monumentales Werk geschaffen, das über die zahllosen Kirchen und Kapellen sowie ihre Prediger hervorragende Auskunft gab. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts machte sich Johann August Heinrich Schmidt als Forscher um seine Heimatstadt verdient. Außer zahlreichen Notizen hinterließ er uns in einer Phase romantischer Geschichtstradition zwei Bücher, die die Titel ‚Versuch einer historisch-topographischen Beschreibung der Stadt Braunschweig‘ (1821) und ‚Die Martinskirche in Braunschweig‘ (1846) trugen. Der Polyhistor und Kreisgerichtsregistrator Carl Wilhelm Sack (1792–1870) sammelte in 300 Foliobänden, was ihm in die Hände kam. Mehr als bloße Stoffsammlungen sind die Arbeiten des Stadtbaurats Hans Pfeifer über die Fachwerkarchitektur (1892), die Kirchenglocken in der Stadt Braunschweig (1920–1926) und die Glockengießergeschlechter (1927). Dasselbe gilt für die Publikationen zweier Museumsdirektoren, Paul Jonas Meier und Karl Steinacker. Alle diese Autoren werteten, was sie gesehen hatten, kunstgeschichtlich aus. In seinem Meisterwerk ‚Das Kunsthandwerk der Bildhauer in der Stadt Braunschweig seit der Reformation‘ (1936) hinterließ Meier ebenso wie Steinacker in seinem Häuserkatalog, der zur Zeit in Hannover im Institut für Denkmalpflege liegt, der Nachwelt eine unschätzbare Quelle. Schließlich ist Rudolf Frickes Monographie ‚Das Bürgerhaus in Braunschweig‘ (1975) für den Fachwerkbau mit seinen über 800 Inschriften ein Buch, auf das keiner verzichten kann.

Die ersten drei Jahre von 1946–1949 dienten dazu, mit Hilfe dieser und zahlreicher nur im Literaturverzeichnis dieses Bandes aufgeführter Vorarbeiten Material zu sammeln. Davon ist in Band I der Abhandlungen der Braunschweiger Wissenschaftlichen Gesellschaft von mir ein erster Bericht geschrieben, den Professor Dr. Jesse 1949 vorlegte. In der Folgezeit prüfte ich an Ort und Stelle, was der [Druckseite VIII] Krieg den Braunschweigern an Schätzen belassen hatte. Der Weg führte in alle Kirchen, zu den Epitaphien, Grabmälern, Glocken und Abendmahlsgeräten. Es ging ins Städtische, in Anton Ulrich- und ins Landesmuseum, wo Kataloge die Auswahl erleichterten. An Häusern ließ sich in einer Reihe von Fällen durch Vergleich überprüfen, ob die archivalisch überlieferten Fachwerkinschriften mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Manche der von J. G. und A. A. Beck hinterlassenen Texte suchte ich durch Konjekturen lesbar zu machen. Vor allem ging es mir schließlich um eine erste Gesamtsicht der Hausinschriften, die 1952 in den Abhandlungen der Braunschweiger Wissenschaftlichen Gesellschaft vorgenommen ist.

Abgesehen von den ersten acht Monaten war ich ständig durch meine Lehrtätigkeit an der Schule belastet. Am 15. 11. 1952 wurde ich zum Direktor des Gymnasiums Johanneum in Lüneburg berufen und damit aus meiner Braunschweiger Tätigkeit plötzlich herausgerissen. Die Rückkehr in eine gleichwertige Position am Braunschweiger Wilhelmgymnasium änderte 1959 an dieser Situation wenig. Zur Arbeit an den Inschriften kam ich nur noch sporadisch. Ich konnte zwar einige Literatur einarbeiten, aber an eine Edition war vor Beendigung des Schuldienstes, die 1980 erfolgte, nicht zu denken.

Nach der Pensionierung war der Wiederbeginn an den ‚Inscriptiones‘ schwierig. 28 Jahre waren vergangen, seit ich nach Lüneburg zog. Viel Literatur war aufzuarbeiten, viele Probleme bei der Inschriftendeutung blieben offen. Einige davon konnte ich klären. Zunächst reizten drei Patrizierhäuser in der Gördelingerstraße, sodann die durch die Reformation vom Franziskanerkloster in eine Stadt- und Weichbildkirche umgewandelte ‚Brüdern- bzw. Ulricikirche‘. Daraus entstanden eigene Aufsätze, die zu einem Vortrag 1981 vor der Inschriftenkommission in Göttingen und zu Beiträgen für das Braunschweigische Städtische Museum (1982) sowie für die kleinen Schriften des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek (1983) führten.

Drei Bildzyklen mit 121 Bildern zwischen 1596 und 1638 in der Brüdernkirche gaben durch ihre Stifter, die namentlich bekannt waren, Anstoß zu neuer Forschung. Als sich daraus eine große genealogische Arbeit mit drei Bänden über ‚Braunschweiger Bürgergeschlechter des 16. und 17. Jahrhunderts‘ entwickelte, entschloß ich mich zur Trennung von der Inschriftensammlung. In der Überzeugung, daß die Arbeit der Jahre 1946–1952 nicht umsonst getan sein dürfte, gab ich 1986 alle Unterlagen einschließlich meiner umfangreichen Personalkartei an die Akademie der Wissenschaften in Göttingen zu Fotokopie und Edition ab. Daß diese Entscheidung richtig war, bezeugt die jetzt möglich gewordene Herausgabe des ersten Bandes. Dafür Voraussetzungen geschaffen zu haben, erfüllt mich mit Freude und ein ganz klein wenig Stolz.

Dietrich Mack

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1.2 Vorwort Andrea Boockmann

Dieser Band „Die Inschriften der Stadt Braunschweig bis zum Jahr 1528“ wurde in den Jahren 1986 bis 1993 auf der Grundlage des von Herrn Oberstudiendirektor i. R. Dr. Dietrich Mack seit 1945 gesammelten Inschriftenmaterials und seiner Archivstudien erarbeitet. Er erscheint als 5. Band der Göttinger Reihe innerhalb der Reihe „Die Deutschen Inschriften“.

Als Bearbeiterin habe ich besonders Herrn Dr. Mack für seine Unterstützung und für bereitwillig erteilte Auskünfte zu danken. Herrn Archivdirektor Dr. Manfred R. W. Garzmann und den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Braunschweiger Stadtarchivs bin ich für die außerordentlich gute Zusammenarbeit sehr verpflichtet. Freundliche Beratung wurde mir auch von Herrn Museumsdirektor Dr. Gerd Spies, Städtisches Museum Braunschweig, zuteil. Spezielle Fragen zur mittelalterlichen Geschichte Braunschweigs hat mir Herr Dr. Matthias Puhle, jetzt Leiter des Kulturhistorischen Museums Magdeburg, immer wieder bereitwillig beantwortet. Unterstützung erhielt ich auch von Herrn Museumsdirektor Dr. Jochen Luckhardt und Herrn Dr. Bertold Wex, Herzog Anton Ulrich-Museum; desgleichen von Herrn Dr. Christof Römer, Braunschweigisches Landesmuseum. Mein besonderer Dank gilt Herrn Professor Dr. Dietrich Kötzsche, Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, der mir mit großer Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft auf einem mir fremden Gebiet zur Seite stand. Im Institut für Denkmalpflege in Hannover erhielt ich freundliche Auskünfte von Herrn Dr. Urs Boeck und durch Frau Grosche Hilfe bei der Zusammenstellung des Abbildungsteils. Frau Professor Dr. Renate Neumüllers-Klauser, Heidelberg, hat die Bearbeitung dieses Bandes von Anfang an mit Rat und bereitwilliger Hilfe unterstützt. Herr Professor Dr. Fidel Rädle, Göttingen, hat sich der Mühe unterzogen, die Übersetzung der lateinischen Inschriften zu prüfen. Ich bin ferner den Herren Professoren Dr. Hartmut Hoffmann und Dr. Berndt Schaller, Göttingen, Dr. Herbert Blume, Braunschweig und Herrn Dr. Karl Friedrich Waack, Hannover, für wiederholte freundliche Auskünfte zu Dank verpflichtet. Frau Dr. Renate Baumgärtel, Diözesanmuseum Bamberg, danke ich für die Korrespondenz zu Spezialfragen der Epigraphik. Mein Sohn Bernhard Boockmann hat zur Fertigstellung des Abbildungsteils wesentlich beigetragen.

Am Zustandekommen dieses Bandes sind die Mitarbeiterinnen der Göttinger Inschriftenarbeitsstelle, Frau Dr. Christine Wulf und Frau Dr. Sabine Wehking, beteiligt gewesen. Ihnen wie auch den zeitweiligen Mitarbeitern Frau Christine Magin, Herrn Dr. Tibor Pézsa und besonders Herrn Falk Eisermann, der über seine bloße Mitarbeit hinaus viele wertvolle Hinweise beigesteuert hat, sei für die gute Zusammenarbeit gedankt.

Herr Professor Dr. Dr. h. c. Karl Stackmann, der Vorsitzende der Göttinger Inschriftenkommission, der mich veranlaßte, diese Edition zu übernehmen, hat mich damit auf ein mir neues Arbeitsgebiet geführt. Dafür danke ich ihm herzlich.

Göttingen, im Dezember 1992

Andrea Boockmann

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1.3 Vorbemerkungen und Hinweise zur Benutzung

Dieser erste Band des Braunschweiger Inschriftencorpus enthält die Inschriften der Stadt Braunschweig bis zum Reformationsjahr 1528. Die Teilung des Bestands ist bedingt durch den großen Umfang des Inschriftenmaterials. Die Grenze für den ersten Band wurde deshalb auf 1528 festgesetzt, weil die Inschriften der folgenden, nachreformatorischen Zeit sprachlich und thematisch andere Formen annehmen. Aus dieser zeitlichen Begrenzung folgt die topographische: Die Sammlung und Herausgabe der Inschriften dieses Bandes umfaßt die fünf mittelalterlichen Weichbilde innerhalb der Stadtmauern. Einbezogen sind darüber hinaus das vor der Stadt gelegene Kreuz-Kloster und das St. Leonhards-Hospital. Entsprechend dem für die Herausgabe der Deutschen Inschriften maßgeblichen Provenienzprinzip wurden die Inschriften aufgenommen, die vor 1528 in Braunschweig nachzuweisen sind. Deshalb sind auch die Inschriften des sog. Welfenschatzes verzeichnet worden, nicht aber diejenigen auf mittelalterlichen Gegenständen der späteren fürstlichen Sammlungen, die sich heute vorwiegend im Herzog Anton Ulrich-Museum befinden. Handwerkliche Serienprodukte, wie z.B. Messingbecken, bleiben in diesem Band ebenfalls unberücksichtigt, da bei den einzelnen Stücken die Braunschweiger Provenienz nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann.

Über die Hälfte der in diesem Band edierten Inschriften ist kopial überliefert. Das liegt vor allem an der Zerstörung der Fachwerkbauten im Zweiten Weltkrieg. Da jedoch die kopiale Überlieferung der Hausinschriften seit etwa 1740 kontinuierlich fortgeführt wurde, ist hier eine relative Vollständigkeit gegeben. Anders verhält es sich bei den Inschriften auf Grabdenkmälern, kirchlichen Ausstattungsstücken oder anderen mittelalterlichen Sachzeugnissen. Bei diesen Inschriftengruppen läßt die Überlieferung keine vollständige Erfassung zu. Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, daß sich in auswärtigen Museen noch Stücke Braunschweiger Provenienz befinden.

Die Aufnahme und Anordnung der Inschriften sowie die Einrichtung der einzelnen Artikel folgt den Richtlinien der Interakademischen Kommission für die Herausgabe der Deutschen Inschriften. Entsprechend wurden alle Inschriften aufgenommen, die nicht Gegenstand anderer Disziplinen wie der Sphragistik oder Numismatik sind. Unberücksichtigt bleiben grundsätzlich Haus- und Künstlermarken, es sei denn, sie erscheinen in Verbindung mit Inschriften.

Die Inschriften sind chronologisch angeordnet. Für undatierte Inschriften wurde eine möglichst enge Eingrenzung ihres Entstehungszeitraumes vorgenommen. Sie sind jeweils am Ende des ermittelten Zeitraums eingeordnet. Konnte ein terminus post oder ante quem ermittelt werden, ist der Artikel vor oder hinter der Inschrift mit dem nächstliegenden Datum eingeordnet. Mehrere Inschriften mit gleicher Datierung wurden nach alphabetischer Abfolge der Standorte angeordnet.

1.4 Der Aufbau der Katalogartikel

Die Katalogartikel sind untergliedert in Kopfzeile, beschreibenden Teil, Wiedergabe des Inschriftentextes, Kommentar und Apparat.

Die Kopfzeile enthält die laufende Nummer, die Bezeichnung des Standortes und die Datierung(en) der Inschrift(en).

Ein Kreuz neben der laufenden Nummer kennzeichnet Inschriften, deren Original verloren ist.
(1524) Die Klammern bezeichnen eine genaue Datierung, die nicht aus der Inschrift selbst hervorgeht.
13. Jh.? Ein Fragezeichen bezeichnet eine zweifelhafte Datierung.

Der beschreibende Teil eines Artikels enthält Angaben zur Ausführung der Inschrift(en) und des Inschriftenträgers. Die Beschreibung erfolgt vom Blickpunkt des Betrachters aus. Handelt es sich um mehrere Inschriften auf einem Inschriftenträger, so werden diese mit A, B, C bezeichnet. Sind die Inschriften im Original überliefert, werden die Maße des Inschriftenträgers, die Buchstabenhöhe und die Schriftart angegeben. Sind die Inschriften kopial überliefert, ist die Quelle, nach der zitiert wird, [Druckseite XII] genannt. Bei photografischer Überlieferung wird darauf entsprechend verwiesen. Soweit aus der kopialen Überlieferung Maße und Schriftart bekannt sind, werden diese mit einem entsprechenden Verweis übernommen.

Der Inschriftentext ist eingerückt. Mehrere Inschriften auf einem Inschriftenträger sind entsprechend der Beschreibung mit A, B, C bezeichnet. Die Zeilenumbrüche des Originals werden bei der Wiedergabe der Inschriften nicht eingehalten, sondern nur bezeichnet. Verse werden auch dann voneinander abgesetzt, wenn das Original den Text fortlaufend wiedergibt.

[...] Eckige Klammern bezeichnen Textverlust, der nicht ergänzt werden kann. Läßt sich die Länge des verlorenen Textes feststellen, markiert ein Punkt jeweils einen ausgefallenen Buchstaben. Ist dies nicht der Fall, stehen drei Punkte. Ergänzter Text steht ebenfalls in eckigen Klammern.
( ) Kürzungen werden in runden Klammern aufgelöst. Bei der Auflösung der Abkürzungen ist AE- oder E-Schreibung je nach Usus der Inschrift eingesetzt, ebenso wurde mit der U- und V-Schreibung verfahren. Wenn die Inschrift keinen Anhaltspunkt gibt, wird nach klassischem Gebrauch verfahren.
< > Nachträge oder für Nachträge freigelassene Stellen stehen in spitzen Klammern.
/ Ein Schrägstrich markiert das Zeilenende.
// Doppelte Schrägstriche markieren einen aus Platzgründen nicht weitergeführten Inschriftentext.
__ Ein unter die Zeile gesetzter Strich bezeichnet eine aus zwei Buchstaben bestehende Ligatur, zwei Striche unter drei Buchstaben eine Ligatur aus drei Buchstaben.

Einer lateinischen Inschrift schließt sich unmittelbar die Übersetzung an. Längere oder schwer verständliche niederdeutsche Inschriften werden gelegentlich übersetzt.

Bei metrischen Inschriften folgt die Bestimmung des Versmaßes.

Soweit sich auf dem Inschriftenträger Wappen befinden, wird deren Beschreibung nachgewiesen. Die Braunschweiger Geschlechterwappen sind außerdem in den von Carl Kämpe zusammengestellten Wappenbüchern im Stadtarchiv Braunschweig (Sign. H III 3, Nr. 4) verzeichnet.

Der Kommentarteil enthält Erläuterungen zu verschiedenen – mit der Inschrift oder dem Inschriftenträger zusammenhängenden – Fragestellungen. Diese können sich beispielsweise auf Besonderheiten der Schrift, der Sprache oder des Inhalts einer Inschrift beziehen, historische oder biographische Angaben enthalten oder der Erklärung ikonographischer Zusammenhänge dienen.

Der Apparat gliedert sich in Buchstaben- und Ziffernanmerkungen.

Die Buchstabenanmerkungen beziehen sich auf textkritische Probleme der Inschrift, sie enthalten Abweichungen von Parallelüberlieferungen, soweit sie relevant sind, und weisen auf orthographische Besonderheiten oder fehlerhafte Stellen hin. Die Ziffernanmerkungen enthalten Erläuterungen und Literaturhinweise.

Die am Schluß der Inschrift aufgeführten Literaturhinweise beziehen sich auf die wichtigsten kopialen Überlieferungen der Inschrift und geben Abbildungsnachweise. Vollständigkeit ist hier nicht angestrebt. Ist die Inschrift lediglich kopial überliefert, steht an erster Stelle die Quelle, nach der die Inschrift zitiert wird. Wurde die Inschrift nach einer Photographie wiedergegeben, steht ein entsprechender Verweis auf die Bildarchive des Instituts für Denkmalpflege, Hannover, und des Städtischen Museums Braunschweig in einer Ziffernfußnote. Ein Verweis auf die Abbildungen in der Literatur ist nachgestellt.

Zitationshinweis:

DI 35,  Stadt Braunschweig I, Einleitung, 1. Vorworte, Vorbemerkungen und Hinweise zur Benutzung (Andrea Boockmann), in: inschriften.net,  urn:nbn:de:0238-di035g005e004.